Deutsche- Narkolepsie- Gesellschaft
Regionalgruppe Narkolepsie Bremerhaven
Hallo liebe Narkis
In diesem Jahr möchte ich mal nicht nur über unsere SHG berichten.
Der geht es gut und wir haben wie in all den anderen Jahren wieder sehr
viel unternommen und für die Öffentlichkeitsarbeit was getan.
In diesem Bericht möchte ich vielmehr mal ein Lob an unsere
vielgescholtene Bundesbahn ausprechen.
Ich bin in den letzten Wochen öfter von Bremerhaven nach Treysa gefahren.
Da ich immer allein fuhr habe ich beim Einsteigen in den Zug
mit dem Zugbegleiter gesprochen und ihn gebeten, mich 5 Minuten
vor der Ankunft zu wecken.
Dies hat wunderbar geklappt und ich bin nur einmal an Treysa vorbei bis
nach Marburg gefahren.
Das netteste Erlebnis hatte ich auf der Rückfahrt von Treysa nach
Bremerhaven.
Wie immer sagt ich in Treysa dem Zugbegleiter bescheid.
Kurz vor Kassel erfuhren wir dann per Durchsage, dass es Weichenprobleme
gibt, und der Zug auf einem anderen Gleis halten müsse.
Ich malte mir schon die schlimmsten Horrorszenarien aus, was
meinen Fußmarsch von gleis 2 nach gleis 9 betraf. Zu meiner Überraschung
wurde ich jedoch, als ich aus dem Zug stieg, von dem Zugbegleiter in
Empfang genommen und zu einem in der Nähe stehenden Rollstuhl geführt.
In diesem wurde ich dann samt Gepäck zum Gleis 9 gefahren.
Ich muss ehrlich gestehen, mit allem hätte ich gerechnet, nur nicht damit.
Eines habe ich aus dieser Situation mit Sicherheit gelernt; man darf nie
alle über einen Kamm scheren, denn es gibt noch genug Menschen die auf
die Bedürfnisse behinderter Menschen eingehen.
Ich hoffe, dass dies keine Ausnahme war, und werde diesen Bericht auch
mal an unsere regionale Tageszeitung weiterleiten.
Vielleicht nehmen sich ja auch andere Kollegen ein Beispiel an diesem
netten Zugbegleiter, denn ich habe es auch schon sehr oft anders erlebt.
Zum Abschluss möchte ich mich wie in jedem Jahr bei allen (Krankenkassen,
Gesundheitsamt, Seestadt-Lotterie, Bremerhavener Topf, Sparkasse,
Politiker, Ärzte und Angehörige)bedanken, die uns bei unseren Aufgaben
tatkräftig mit Rat und Tat und finanziellen Mitteln unterstützen.
Auch bedanken möchten wir uns wieder bei der DNG (Deutsche-Narkolepsie-
Gesellschaft)die uns wie jedes Jahr mit sehr viel Infomaterial versorgt hat.
Chris Brandt
SHG Narkolepsie Bremerhaven