Jahresbericht 2009

Selbstehilfegruppe Narkolepsie -- Regionalgruppe Bremerhaven



Hier nun mal wieder ein Bericht unserer Gruppe aus dem hohen Norden.
Der kommt zwar wie immer auf den letzten Drücker, aber so habe ich zumindest
die Möglichkeit, alle Aktivitäten bis zum Redaktionsschluß nieder zu schreiben.
Wir haben natürlich wie immer unsere zweimonatlichen Treffen abgehalten. Unsere Gruppe ist
in der Zwischenzeit wieder um ein Mitglied gewachsen.
Wie die meisten wissen, haben wir hier im Norden mit Frau Professor Dr. Kotterba in der Ammerland-Klinikjetzt eine weitere kompetente Fachärztin für Narkolepsie
Unserer zweiten Ärztin Frau Dr. Happe vom Klinikum Bremen- Ost wurde mittlerweile die
Professorenwürde verliehen.
In Sachen Narkolepsie tut sich inzwischen also einiges hier bei uns.
Frau Professor Dr. Kotterba hat im Mai hier in Bremerhaven im Auswandererhaus
auch schon einen Vortrag überNarkolepsie gehalten zu dem auch die Mitglieder der Diepholzer SHG
um Christel Finke erschienen sind.
Das einzige nicht so positive an diesem Vortrag war, dass trotz der vielen Einladungen die Herr Dr. Honig
vom Zentralkrankenhaus Reinkenheide an die Ärzte der verschiedenen Krankenhäuser verschickt hat, nur wenige Ärzte an diesem Vortrag teilnahmen.
Hier wird mal wieder deutlich, das die Krankheit Narkolepsie, was die Bekanntheit und
das Ärztliche Interesse betrifft, noch in den Kinderschuhen steckt.
Aber hieran werden wir als SHG’s natürlich weiterarbeiten.
Im August sind wir mit unserer Gruppe nach Drebber zu den dortigen Narkis gefahren und haben einen schönen Tag verbracht mit viel Erfahrungsaustausch und guter Laune.
Wir hatten dann natürlich wie in jedem Jahr unseren Selbsthilfetag und die Gesundheitswoche.
Hier wurde wieder reges Interesse an unserer Krankheit gezeigt.
Auf der Gesundheitswoche habe ich dann auch einen Zahnarzt kennengelernt, der mir das Angebot gemacht hat eine Zahnbehandlung unter Hypnose durch zu führen, da ich meist schon beim Anblick der Spritzen eine Kataplexie bekam.
Ich habe daraufhin vor einigen Wochen eine Testhypnose bekommen um zu sehen
wie ich darauf reagiere und muss sagen es war wunderbar.
Nachdem ich hypnotisiert war hat man mir im Mund rumgestochen und ich habe nichts gemerkt.
Man ist bei der Hypnose mittlerweile schon soweit, das man sie auf bestimmte Körperregionen anwenden kann und nicht mehr die ganze Person Hypnotisiert werden muss.
Ich kann diese Methode jedem, der bei Zahnbehandlungen leicht Katas bekommt, nur empfehlen, sofern ein Arzt vorhanden ist der mit Hypnose arbeitet.

Nun möchte ich noch ein Lob an den Vorstand der DNG loswerden.
Es ist erfreulich, mit ansehen zu können, wie der Vorstand in den letzten zwei Jahren versucht, und es meiner Meinung nach auch geschafft hat, die DNG wieder halbwegs auf Vordermann zu bringen.
Das es immer noch an einigen Ecken hakt, bleibt nicht aus, da eben nicht alles von heut auf morgen geht.
Aber das es wieder relativ gut läuft sieht man daran denke ich, das wir in diesem Jahr eine
der kürzesten Mitgliederversammlungen aller Zeiten hatten.
Sehr positiv finde ich es auch, dass wir als Selbsthilfegruppenleiter zweimal im Jahr zu den Vorstandssitzungen der DNG eingeladen werden um über unsere Aktivitäten zu berichten und auch um Verbesserungsvorschläge zu machen. Denn ich bin der Meinung, wir sind diejenigen die vor Ort im Namen der DNG die Arbeit machen.
An dieser Stelle danke ich natürlich wie in jedem Jahr allen, die uns bei unserer Arbeit unterstützen,
als die sind: das Gesundheitsamt, die Krankenkassen, die DNG, die Sparkasse, dem Bremerhavener-Topf , den Ärzten ( besonders Frau Dr. Piplow, Frau Professor Kotterba, Frau Professor Happe ) und der Pharmaindustrie, die uns über die Entwicklungen auf dem laufenden hält.

Chris Brandt